KI Künstliche Intelligenz in Wort und Bild

KI wird seit langem im World Wide Web verwendet, ganz praktisch für die Erstellung von Avataren (Fake-Accounts in den Social Media). Profilbilder, Namen und Adressen kann man hier schon sehr lange einfach erstellen:

Jetzt gibt es aber bei Bildern viel mehr Möglichkeiten, wie ein Programm diese kombinieren kann. Bei Text ist ChatGPT (Generative Pre-trained Transformer) der Prototyp eines Chatbots, der auf künstlicher Intelligenz (KI) beruht.

KI erzeugt Bilder und Musik

Er gibt mehrere Plattformen, die Bilder nach der Eingabe von Text erstellen, wie z.B. DALL·E.
Eingabe: „Mann steht in Blumenwiese“. Links mit dem Zusatz „van Gogh“ und rechts mit „Monet“. 🙂

KI Van Gogh
Van Gogh: Mann in Blumenwiese

KI Monet
Monet: Mann in Blumenwiese

Damit die künstliche Intelligenz diese Bilder generieren kann, braucht sie Vorlagen. Und da gibt es massive Probleme mit dem Copyright. Eine Gruppe von Künstlerinnen hat schon eine Klage eingebracht, sowie auch die Bildagentur Getty. Betroffene KI-Lösungen berufen sich auf eine „Fair Use“-Regelung im US-Urheberrecht. Deshalb klagt Getty vor einem Britischen Gericht.

Die Urheberrechtsdebatte vor Gericht könnte zum Stolperstein für KI werden, mit Auswirkungen auf computergenerierte Bilder, Text und Musik.

Auch Musik kann durch KI komponiert werden. Die Rechtslage in dem Bereich ist auch noch absolut unklar. Wer ist der/die Urheber:in? Viele Komponisten heute arbeiten mit Künstlicher Intelligenz. Sie verändern und vervollständigen ihre Werke aber selbst und haben somit das Urheberrecht. Nur wer hat das, wenn kein Mensch mehr an der Erstellung beteiligt ist?

ChatGPT erzeugt Text

ChatGPT (Generative Pre-trained Transformer) basiert auf künstlicher Intelligenz und ist der Prototyp eines Chatbots, eines textbasierten Dialogsystems. Das Computerprogramm schreibt Text über alle Themen, mehr oder weniger basierend auf realen Fakten. Das Programm verwendet alle Informationen aus dem Web (wahre und falsche) und erstellt daraus den Text. Wirklich neu ist, dass man den Text auch mit den gewünschten Emotionen gefärbt bekommt.

Das Programm funktioniert, durch die Bildung neuronaler Netze. Man versucht das menschliche Gehirn zu imitieren, das eben auch Eingangsdaten aufnimmt, diese miteinander verknüpft und dann Ausgangsdaten liefert. Im Fall von „ChatGPT“ hat man das mit sehr vielen verschiedenen Daten gemacht, darum ist es jetzt so vielseitig anwendbar.

Besorgt sind Schulen und Universitäten, wer oder was denn jetzt die Arbeit über ein bestimmtes Thema geschrieben hat. Interessant wird es auf jeden Fall, wie sich diese Programme in Zukunft entwickeln werden.

Ghassan Seif-Wiesner, unser Kursleiter für Texten für Web & Social Media, hat dazu einen Artikel auf Warda.at geschrieben: Chat GPT: Die unheimliche künstliche Intelligenz

  • ORF: „ChatGPT“: Künstliche Intelligenz sorgt für Staunen
  • ORF: ChatGPT als Autor:in
  • ORF: ChatGPT für Bildung „Herausforderung“
  • Futurezone: ChatGPT soll in den Unterricht integriert werden
  • Wikipedia: ChatGPT